FDP-Schwelm

Mit Leidenschaft für Schwelm

Beschlüsse zum Ortsparteitag; Zentralisierung Rathaus

Die FDP Schwelm fordert, die Pläne für die Zentralisierung zu überarbeiten. Die jetzt vorgelegten Pläne zeigen folgende Schwierigkeiten und Lücken auf:

1. Ein Parkplatzkonzept ist nicht erkennbar. So sind nur 58 Tiefgaragenplätze für den Einzelhandel auf dem Brauereigelände vorgesehen. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung werden Parkplätze in Anspruch nehmen müssen. Am Wilhelmplatz werden zahlreiche weitere Parkplätze durch das neue Kulturzentrum entfallen. Der Einzelhandel wird erheblich belastet. Schon jetzt reichen die Kapazitäten am Wilhelmplatz nicht aus. Die FDP hat dies immer angemahnt. Wir benötigen hierzu nicht nur ein Konzept, sondern auch eine klare Kostenrechnung.

2. Die jetzt bekannt gewordenen Entwürfe zeigen deutlich, dass das Grundstück für das neue Rathaus viel zu klein ist. Zu beiden Seiten werden sich verengende Straßenschluchten klimatisch und optisch das Stadtbild zum Bürgerplatz verschlechtern. Die Fassade des neuen Rathauses fügt sich nicht in die nähere Umgebung ein. Der Eingangsbereich des Rathauses wird zu einer dunklen Gefahrenquelle. Der Verbindungsweg zwischen Neumarkt und Schulstraße ist eine tiefe, enge Schlucht. Der Weg ist 5 m breit bei einer 15 m hohen Fassade. An der Schulstraße überragt das Gebäude das Parkhaus um 3 m. Es fehlt die Ansicht von Norden für die Anwohner. Wir fordern zur Klarstellung ein Massenmodell.

3. Das Rathaus kann nur über Treppen und Aufzüge erreicht werden, es fehlt der ebenerdige Zugang. Die Anlieferung mit LKW ist so angedacht, dass LKW die Schulstraße stadtauswärts fahren und rückwärts im Ladebereich rangieren. Für den abfließenden Verkehr muss die Querspange am Märkischen Platz geöffnet oder eine Wendemöglichkeit geschaffen werden. Im Erdgeschoss des Kulturhauses sollte eine öffentliche Toilette zur Verfügung gestellt werden, im Rat- und Kulturhaus fehlt ein Bistro.

4. Durch die absehbaren Kosten von 7,5 Millionen für das Kesselhaus und die jetzt noch zu errichtenden Parkplätze ist schon jetzt absehbar, dass der Kostenrahmen von 30 Millionen Euro nicht mehr eingehalten werden kann. Einschließlich der Grundstückskäufe von mehr als 5 Millionen Euro und sich abzeichnenden Baukostensteigerungen werden 50 Millionen Euro schon jetzt absehbar deutlich übertroffen. Für uns rechtfertigt dies nicht im Hinblick auf das sich verschlechternde Stadtbild auch in Verantwortung für die nächste Generation, die diese Schulden zurückzahlen muss. Wir fordern hierzu auch eine Kostenschätzung zu den Wartungskosten für beide Gebäude. Durch die Trennung der Verwaltungsgebäude an drei Standorten (Rathaus, Kulturhaus, Archiv) sind mehr Aufzüge (3 statt 2) und Treppenräume, drei Lüftungsanlagen, Heizunge , Transformatoren und Brandmeldeanlagen notwendig. Eine Zentralisierung sollte dringend nochmals geprüft ggf. unter Nutzung des Kesselhauses.

5. Für die FDP sind dies auch Planungen von gestern, weil Sie die Digitalisierung und interkommunale Kooperationen nicht berücksichtigt. Mehr interkommunale Kooperation und digitale Arbeitsplätze, statt Einzel- und Zweierbüros der Vergangenheit, sind die Forderungen der FDP.