FDP-Schwelm

Mit Leidenschaft für Schwelm

Klimaschutzantrag

Das Erdklima hat sich erwärmt und wird es in den nächsten Jahren weiter tun. Das hat vielfältige Auswirkung auf unser heutiges und zukünftiges Leben.

Wir wollen es aber nun nicht bei der Formulierung von Zielen belassen. Denn gute Ziele formulieren kann jeder. Was wir aber brauchen, sind viele kleine Schritte, die wir als Kommune auch wirklich gehen können und für die unsere Kompetenz besteht. Dabei müssen wir aufpassen, dass wir unsere Finanzen nicht überlasten.

Die FDP-Fraktion schlägt hierzu folgende 14 konkrete Maßnahmen vor:

I. Mehr Wohnraum in der Innenstadt
Je mehr Menschen in der Innenstadt Wohnraum finden, um so mehr können Autokilometer eingespart werden. Dazu gehört eine zentrale Nahversorgung und attraktives Wohnumfeld.

1. Die Stellplatzsatzung soll überarbeitet werden.
Schon heute ist der entsprechende Platz nicht mehr vorhanden.

2. Anpassung bzw. Aufhebung der bestehenden Bebauungspläne.
Diese sind teilweise über 50 Jahre alt. Mit den darin formulierten Anforderungen ist eine verdichtete Wohnbebauung unnötig kompliziert und teuer. Für die FDP müssen neue Schwerpunkte gesetzt werden.

3. Für neue Baugebiete soll eine Radwegpflicht eingeführt werden.

II. Guter Nahverkehr und mehr Rad-Infrastruktur
Guter Nahverkehr und gute Infrastruktur für Radfahrer bewegt die Menschen dazu, auf ihren Wagen zu verzichten. Jeder eingesparte PKW-Kilometer ist ein Erfolg. Dem

Schwelmer Bahnhof kommt hierbei eine zentrale Rolle zu.

1. Neugestaltung des Bahnhofumfeldes:
Ob die Menschen mit dem PKW, dem Rad, ÖPNV oder zu Fuß dem Bahnhof erreichen wollen, hängt auch stark von der Gesamtzeit ab. Besonders bei mittleren Strecken geht sehr viel Zeit direkt im Umfeld des Bahnhofs mit Wegezeiten und Parkplatzsuche verloren.

2. Die FDP fordert daher einen Zugang zum Bahnhof von Norden und zwei Parkhäuser auf beiden Seiten der Bahngleise mit einer Brücke, die beide Seiten verbindet.

Von der Brücke gibt es einen Zugang (Aufzug) zu den Gleisen. Die Brücke bringt beide Stadtteile näher zusammen. Über die Zufahrtsrampen können auch Fahrradfahrer ohne Absteigen die Bahn überqueren. Die Parkplätze sind kostenpflichtig. Je näher umso teurer. Schwelm wird damit noch attraktiver für Pendler aus den umliegenden Gemeinden.

3. Einfache Ladeinfrastruktur mit 230Volt Anschlüssen für Fahrräder und PKW am Bahnhof unter Nutzung des Landesförderprogramms.

Da die Zielgruppe Pendler sind, können mit solchen Ladestationen innerhalb von 6-8 Stunden ausreichende Ladungen erzielt werden. Steckdosen mit Münzeinwurf sehen zwar nicht professionell aus, bieten aber eine erste schnelle Lösung. Die nächste bessere Alternative sind sog. Wallboxen die einen Drehstromanschluß benötigen.

4. Erarbeitung eines stadtweite Konzeptes zur Errichtung von öffentlichen Ladestationen
Hierzu sind die planungsrechtlichen Grundlagen zu schaffen. Die Investitionen werden durch Landesförderprogramme bezuschusst. Private Angebote sollten, soweit möglich eingebunden werden.

5. Die FDP fordert mehr bewachte Fahrradabstellplätze möglichst nah an den Bahngleisen
Möglich wäre dies am Parkhaus in unmittelbarer Nähe. Aufgrund der hohen Preise für E-Bikes ist eine Bewachung notwendig. Die Entfernung zu den Gleisen muss kurz, bequem und trocken sein.

6. Eine schnelle Radwegeverbindung nach Wuppertal
Eine Fahrradbrücke über die A 1wäre die gerade Verlängerung der Nordbahntrasse. Sie führt dann direkt auf die Ruhrstraße. Auf der Wuppertaler Seite hat Wuppertal bereits den alten Bahndamm erworben, um diese Möglichkeit offen zu halten.

III. Ökologie vorbildlich leben

1. Schwelm verpflichtet sich, jedes Jahr mindestens 10Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen. Der für die Anpflanzung und die Pflege notwendige Betrag ist fester Bestandteil des Etats.

2. Das Projekt „Schwelm blüht auf“ wird weiter ausgebaut.

3. Im Wilhelmpark oder Wilhelmplatz soll eine Teichanlage / Wasserbeckenerrichtet werden.
Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit und kühlt die Umgebung. Wasserflächen erhöhen die Aufenthaltsqualität enorm.

4. Ökologisch Bauen: Die Stadt verzichtet auf den Neubau von zwei großen Gebäuden und saniert die GHS.
Zur Reduzierung der Emissionen wird auf die Verteilung auf mehrere Gebäude bei Neubauten verzichtet. Sanierung steht immer vor Neubau. Da die CO2-Bilanz und der Resourcenverbrauch einer Sanierung um ein Vielfaches besser ist als der Neubau. Auch die Engelbertschule sollte bei Aufgabe weiterhin kommunal genutzt. Möglich wäre hier beispielsweise ein Kulturhaus.

5. Neues Stellenbesetzungsverfahren mit Personalrat vereinbaren
Bei gleicher Eignung werden kommunale Stellen an die Bewerber vergeben, die den kürzeren Arbeitsweg haben.